Der Dino aus Bonn und die Schwaben, Ligarivalen des SC Union Lüdinghausen, begeben sich aus freien Stücken in die Zweitklassigkeit. Was aber sagt das eigentlich über die Attraktivität der ersten Liga aus, wenn kaum einer mehr mitmachen will. Dass sich ein Verein freiwillig aus der Badminton-Bundesliga zurückzieht, kommt immer mal wieder vor. Meist sind es wirtschaftliche Gründe, die die Klubs zwingen, die Reißleine zu ziehen. Manche kehren stärker denn je zurück, andere verschwinden in der Versenkung. Für wieder andere scheint das (zweigeteilte) Unterhaus der neue Sehnsuchtsort zu sein. Kürzere Fahrten, niedrigere Kosten, engere Begegnungen als in der Beletage, Top-Talente, im Idealfall aus dem eigenen Stall, mit denen sich die Fans eher identifizieren als mit Spielern, die für ein Wochenende eingeflogen werden. Die stärkste zweite Liga aller Zeiten? Schon möglich. Aber was sagt das eigentlich über die Attraktivität der ersten aus, wenn keiner, der nicht über ein entsprechendes Festgeldkonto verfügt, da mehr mitmachen mag?
Von Florian Levenig
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